Fragen und Antworten zur SpineMED-Therapie
Bitte klicken Sie auf eine Frage, um die dazugehörige Antwort ein- oder auszublenden.
Alle Antworten zuklappen.
- Was ist eine SpineMED-Therapie?
Bei der SpineMED-Therapie handelt es sich um ein segmentales Distraktionsverfahren, wobei in liegender Lagerung des Patienten die Zwischenwirbelräume gezielt angesteuert und mechanisch gedehnt werden. Durch sanfte Bewegung werden die Bandscheiben wieder rehydriert und der intradiskale Druck minimiert. Der Patient wird aus seiner Schonhaltung herausgeholt.
- Was erwartet mich bei der SpineMED-Therapie?
Zentrales Behandlungsmedium ist der SpineMED® Table: Auf dieser Behandlungsliege wird der Patient so fixiert, dass einzelne Regionen der Wirbelsäule (Halswirbelsäule, Lendenwirbelsäule) gezielt behandelt werden können. Dabei wird mittels einer intermittierenden und computergesteuerten Distraktionskraft ein bestimmter Zwischenwirbelraum kontrolliert gedehnt. Die Methode wirkt sich zudem ganzheitlich aus und stimuliert die Selbstheilungskräfte des Körpers.
- Wie wirkt die SpineMED-Therapie?
Mittels einer intermittierenden und computergesteuerten Distraktionskraft wird der ausgewählte Zwischenwirbelraum sanft und schmerzfrei gedehnt. Der intradiskale Druck verringert sich, die Diffusion von Flüssigkeit, Nährstoffen und Sauerstoff aus der Umgebung wird unterstützt. Die Bandscheibe erhält die Möglichkeit sich zu regenerieren, zu rehydrieren und zu repositionieren. Der Patient wird aus seiner Schonhaltung herausgeholt. Schon nach durchschnittlich 20 Behandlungen à 30 Minuten lassen die Schmerzen deutlich nach und bei den meisten Patienten kann eine vollständige Beschwerdefreiheit erreicht werden. Die Methode wirkt sich zudem ganzheitlich aus und stimuliert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Unerwünschte, anhaltende Nebenwirkungen konnten bisher nicht festgestellt werden.
- Warum fühlt sich die Behandlung so sanft an?
Ein integriertes Biofeedback-System reagiert auf die Abwehrspannung des Patienten und passt über Sensoren die Zugkraft automatisch an. Auf diese Weise kann trotz sanfter Behandlung sichergestellt werden, dass die benötigte Distraktionskraft auch tatsächlich im Zwischenwirbelraum ankommt und seine Wirkung optimal entfalten kann.
- Kann die SpineMED-Therapie bei mir durchgeführt werden?
Das SpineMED®-Verfahren zeigt gute Behandlungserfolge bei Bandscheibenvorwölbung und -vorfall, Diskusdegeneration (Verschleiß), Ischialgie und Radikulopathie, Facettengelenkssyndrom, nichtknöcherner Spinalkastenose sowie bei der Vorbereitung und Nachsorge von Operationen.
- Gibt es Risiken und Nebenwirkungen bei der Therapie?
Mögliche Nebenwirkungen:
- Erstverschlimmerung bzw. Zunahme der eigentlichen Beschwerden (LWS und HWS)
- LWS: kurzfristig Steifheitsgefühl unmittelbar nach der Behandlung
- LWS: kurzfristig Taubheitsgefühl Außenseite Hüfte (Druckanästhesie durch Halterung)
- HWS: Kopfschmerz, Schwindel, Taubheitsgefühl Hinterhaupt (alles meist sehr kurzzeitig)
Ansonsten handelt es sich um eine vorsichtige Mobilisation des Wirbelsegments
ohne Risiko.
- Wann darf die SpineMED-Therapie nicht durchgeführt werden?
Die SpineMED-Therapie sollte bei folgenden Kontraindikationen nicht angewendet werden:
- Tumore
- Starke Osteoporose
- Instabile Spondylolisthese
- Pathologische Läsionen oder kongenitale Deformationen der WS
- Frische Fraktur
- Cauda equina
- Postoperative Patienten mit Metallimplantaten im Therapiebereich
- Schwangerschaft (keine wissenschaftlichen Erfahrungswerte)
- Patienten jünger als 15 Jahre
- Gibt es Übungen zur Stärkung meiner Wirbelsäule?
Ja. Krankengymnastik, Wirbelsäulengymnastik und Rückenschule spielen eine bedeutende Rolle, um die neu erzielte Haltung zu stabilisieren. Sie erhalten exakte Vorgaben für den Bereich Physiotherapie.